Der Einsatz von MdL Rainer Ludwig für die zukunftsweisenden Perspektiven eines jungen Mannes aus Afghanistan bei uns im Kulmbacher Land hat sich gelohnt. Der FREIE WÄHLER- Landtagsabgeordnete und Mitglied im Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags erhielt umgehend nach seiner eindringlichen Intervention von der ZAB die Mitteilung: Mohammed Zaki Sharifi darf nun ein Jahr früher als zunächst vorgesehen wieder in die Region zurückkehren. Die zentrale Ausländerbehörde bei der Regierung von Oberfranken hat auf Initiative und Drängen des Abgeordneten aus Kulmbach heute diese längst überfällige erfreuliche Botschaft übermittelt.
Hier die Begründung der zentralen Ausländerbehörde (Originalton aus Schreiben): „Die Gründe für diese Vorgehensweise sind das im März erfolgte in Aussicht stellen einer positiven Entscheidung über den (zum 01.09.2020) gestellten Antrag nach vollständiger Begleichung der Abschiebekosten und die Neubewertung des öffentlichen Interesses im Rahmen der Ermessensentscheidung über eine Verkürzung der Wiedereinreisesperre.
Da Herr SHARIFI nunmehr den gesetzlich vorgesehenen Weg der Einreise mit einem Visum zur Aufnahme einer qualifizierten Berufsausbildung beschritten hat, ist ein weiteres Fernhalten des abgeschobenen Ausländers aus dem Bundesgebiet nicht mehr erforderlich (Zielrichtung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes).“
Dieser Entscheidung vorangegangen war ein langwieriger Prozess, der zuvor auch im Petitionsausschuss des Landtags behandelt wurde. MdL Rainer Ludwig, der gemeinsam mit der Vorsitzenden des Petitionsausschusses Stephanie Schuhknecht verantwortlicher Berichterstatter in diesem Fall war, sagt: „Seit Monaten beschäftigt uns der Fall von Mohammed Zaki Sharifi, der vor gut einem Jahr, Ende Juli 2019, nach Kabul abgeschoben wurde.“
Der 21- Jährige lebt aktuell noch in Kabul unter ärmsten und schwierigsten Bedingungen in einer Obdachlosenwohnung und hat dort – ohne finanzielle Unterstützung aus Deutschland – keine Arbeit und auch keine Überlebenschance.
MdL Rainer Ludwig: „Großer Dank gilt an dieser Stelle auch der Petentin, Katrin Fischer- Sandhop, Jobbegleiterin am bfz Kulmbach. Sie leitet auch den Helferkreis um Mohammed Zaki Sharifi. Sie übergab bereits im Februar 2020 eine online-Petition mit rund 30.000 Unterstützerunterschriften an den Bayerischen Landtag und wandte sich u. a. auch direkt an den Bayerischen Innenminister Herrmann und schilderte ihm die prekäre Lage des jungen Mannes – bislang ohne Erfolg!
Auch die arbeitsgebende Firma Schwender in Thurnau hatte sich nachdrücklich für die Rückkehr des betroffenen eingesetzt.
FW- MdL Rainer Ludwig hat schließlich aufgrund der prekären Lage für Herrn Sharifi und der hohen Dringlichkeit direkten Kontakt mit der zentralen Ausländerbehörde in Bayreuth aufgenommen: „Vor wenigen Tagen verfasste ich, auch im Namen der Ausschuss-Vorsitzenden Stephanie Schuhknecht, einen Brandbrief, mit der Bitte um wohlwollende Behandlung des jungen Afghanen“. Dieser Schritt hat nun umgehend die positive Entscheidung und somit den gewünschten Erfolg erzielt.
„Ebenso wie die Petentin, konnte wir aus migrationspolitischen Gründen nicht verstehen, warum die Einreisesperre lediglich verkürzt und nicht sofort aufgehoben wurde – dies obwohl auch noch ca. 4700 € Unterstützungsgelder (Spendengelder von Unterstützer) für die Wiedereinreise Sharifis bezahlt wurden; Die Begleichung dieser Abschiebekosten galten als Bedingung für seine Wiedereinreise“, so Rainer Ludwig.
„Die Tatsache, dass Herr Sharifi nochmals ein weiteres Jahr in Kabul hätte verbringen müssen, wäre für den Betroffenen unerträglich, für seine Petenten sowie den Unterstützerkreis und auch für uns die wir verantwortlich und federführend im Petitionsausschuss sind, nicht mehr nachvollziehbar gewesen.“
„Alleinig die Tatsache, dass Herr Sharifi 2015 ohne gültigen Pass eingereist ist, könne wohl nicht mehr ausschlaggebend sein, diesen sonst völlig integrationswilligen Menschen jegliche Zukunftsperspektiven zu verbauen.“
„Wir sind der Auffassung, dass Herr Sharifi eine ausgezeichnete Vorbildfunktion für eine gelungene Integration in unserer Region sein kann: Er spricht sehr gut Deutsch, hat hierzulande bereits viele Freunde gefunden, besitzt einen Schulabschluss mit sehr gutem Notendurchschnitt und hat einen Ausbildungsvertrag als Anlagenmechaniker bei einer Firma in Thurnau erhalten, ebenso einen Mietvertrag für eine kleine Wohnung und kann sich eigenständig versorgen“, erklärt Rainer Ludwig abschließend. „Wir sind alle erleichtert, dass der junge Afghane nun eine erfolgreiche Zukunft im Kulmbacher Land beginnen kann und freuen uns auf seine baldige Rückkehr.“