MdL Rainer Ludwig: „Bäuerliche Familienbetriebe sind eine tragende Säule unserer heimatlichen Ernährungswirtschaft“
Frauen prägen die bayerische Landwirtschaft – als Unternehmerinnen auf den Höfen, innerhalb der Familien und mit großem Engagement im gesellschaftlichen Leben.
Mit einer Ausstellung im Bayerischen Landtag rücken die Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands anlässlich des Internationalen Jahres der Landwirtin 2026 ihre Arbeit und ihre politischen Anliegen in den Fokus. An 13 Stationen zeigen sie, wie vielfältig die Aufgaben und Herausforderungen von Frauen in der Landwirtschaft heute sind. – u. a. Hofnachfolge, Vereinbarkeit von Familie und Betrieb, Frauengesundheit, unternehmerische Entwicklung, Bildung und gesellschaftliches Engagement.
MdL Ludwig: Beate Opel eine prägende Repräsentantin aus Oberfranken
MdL Rainer Ludwig nutzte die Ausstellung gezielt für den Austausch mit den Landfrauen und insbesondere mit Oberfrankens Bezirksbäuerin Beate Opel aus Wirsberg im Landkreis Kulmbach. „Sie ist eine langjährige Wegbegleiterin, erfahrene Interessenvertreterin und „Powerfrau“ unserer Landwirtschaft“. Opel bewirtschaftet mit ihrer Familie einen Betrieb mit Milchviehhaltung und Bullenmast. Seit 1991 engagiert sie sich als Ortsbäuerin in Neufang, seit 2012 ist sie Kreisbäuerin im Landkreis Kulmbach und seit 2022 Bezirksbäuerin für Oberfranken. Zudem gehört sie seit 2020 dem Kulmbacher Kreistag an.
„Beate Opel kennt den bäuerlichen Alltag aus erster Hand und gibt unseren Familienbetrieben seit Jahrzehnten eine verlässliche Identität. Ihre Verwurzelung in der Landwirtschaft, im Ehrenamt und in unserer Heimat macht ihre Arbeit besonders wertvoll“, würdigt Ludwig ihr Engagement.
Für Beate Opel ist der Dialog mit der Gesellschaft ein zentrales Anliegen. Der Zusammenhalt bäuerlicher Familien sowie mehr Akzeptanz und Wertschätzung für heimische Landwirtschaft gehören nach eigenen Angaben zu ihren wichtigsten Schwerpunkten. Ebenso setzt sie auf den direkten Austausch mit Verbrauchern und ein stärkeres Bewusstsein für regionale Erzeugnisse:
„Frauen übernehmen auf unseren Höfen längst große unternehmerische Verantwortung. Sie entwickeln Betriebe weiter, bringen neue Perspektiven ein und gestalten den Generationswechsel entscheidend mit. Dazu brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen und genügend Freiraum für gute Ideen.“
Ludwig: „Frauen gestalten Landwirtschaft“
Ludwig sieht darin eine enge Verbindung zur agrarpolitischen Linie der FREIE-WÄHLER-Landtagsfraktion. Diese stellt die familiäre, bäuerliche Landwirtschaft in den Mittelpunkt ihrer Politik und betrachtet sie als wesentliche Grundlage eines lebensfähigen ländlichen Raums. Auch die Ernährungssicherheit rückt er stärker in den Fokus. Vor Kurzem sprach sich seine Fraktion dafür aus, diese als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern und damit der heimischen Nahrungsmittelversorgung dauerhaft größeres Gewicht zu geben.
„Unsere Landwirtschaft gehört zum Fundament des ländlichen Raums. Die Höfe erzeugen hochwertige, regionale Qualitätsprodukte, prägen unsere Kulturlandschaft, erhalten Wertschöpfung in der Region und sorgen für Wohlstand. Einen erheblichen Anteil daran tragen Frauen, die Verantwortung übernehmen und ihre Betriebe mit neuen Ideen weiterentwickeln.“
Christine Singer verbindet Landwirtschaft und Europa
An der Spitze der bayerischen Landfrauen steht Christine Singer, Landesbäuerin des BBV und Abgeordnete der FREIEN WÄHLER im Europäischen Parlament. Dort gehört sie dem Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung an.
Singer fasst die Bedeutung der Bäuerinnen prägnant zusammen: „Landwirtschaft ist ohne starke Frauen nicht denkbar.“ Mit dem Internationalen Jahr der Landwirtin wolle man sichtbar machen, was emsige und fleißige Frauen auf den Höfen und darüber hinaus leisten.
Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner rückt die Leistung der Bäuerinnen in den Fokus:
„Unsere Landfrauen geben dem ländlichen Raum Kraft u. Zukunft“ – „Landwirtschaftspolitik muss auf dem Hof funktionieren. Unsere Bauernfamilien brauchen Verlässlichkeit und unternehmerischen Spielraum. Entscheidungen müssen zur betrieblichen Realität passen und den Menschen ermöglichen, ihre Höfe mit Zuversicht an die nächste Generation weiterzugeben“, so Landtagspräsidentin Ilse Aigner.
